Eberhard Figlarek
UNTERWEGS IM ZUG DER ZEIT
ISBN 978-3-942469-64-7, 80 S.
UNTERWEGS IM ZUG DER ZEIT
Wem Eberhard Figlarek schon ein Begriff und bekannter Name ist, dem wird diese Veröffentlichung sehr gefallen. Nicht nur, daß sie in bekannter Qualität daherkommt, sondern sie enthält außer gesellschaftskritischen auch sehr besinnliche, zuweilen betroffen machende Gedichte, die ihren Verfasser in einem durchaus tiefgründigen Licht zeigen. Sie laden ihre Leser zum kurzen Verweilen an den Stationen eines langen Lebens ein, zum Lachen, Weinen und Wiedererkennen.
ISBN 978-3-942469-64-7, 80 S.
Inhalt
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Die Welt des Herrn Wiesenklee
Einem Freund . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Herzliche Einsicht . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Ruhm und Geschäft . . . . . . . . . . . . . . . 16
Ein Jahr ist um . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Hurra, wir haben einen Sohn . . . . . . . . . . . 20
Schulanfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Happy birthday ! . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Ich danke dir ! . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Zum Geburtstag viel Glück … ! . . . . . . . . . 27
Scheidungskind . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Spielzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Der Unterschied . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Von Zeit zu Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Liebe und Abschied
An meine Frau . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Abschied bis auf weiteres . . . . . . . . . . . . . 38
Absturz bei Bewölkung . . . . . . . . . . . . . . 40
Touch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
An die ferne Geliebte . . . . . . . . . . . . . . 42
Geburtstagswunsch . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Im Winter, ziemlich allein . . . . . . . . . . . . 45
Valentinstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Was wäre, wenn … ? . . . . . . . . . . . . . . . 47
Zerstörte Liebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Bedauern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Strandwanderung . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Mann am Grab . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Ratschlag von drüben . . . . . . . . . . . . . . 52
Tod eines Freundes . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Grabinschrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Mit Kompaß und Kalender
Abenteuer im Schwarzwald . . . . . . . . . . . 57
Eingeengte Urlaubsreise . . . . . . . . . . . . . 57
saison . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Wanderurlaub im Trentino . . . . . . . . . . . . 59
Hitzeschlacht am Mittelmeer . . . . . . . . . . 60
Urlaub der Untoten . . . . . . . . . . . . . . . 62
Treck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Flüchtling 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Flüchtling 2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Frühling im Dorf . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Das Weinen der Lämmer . . . . . . . . . . . . . 70
Klosterfrühling . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Radtour im Herbst . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Reise gen Süden . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Herbstzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Vorwinter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
In der Winternacht . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Lob der Unwissenheit . . . . . . . . . . . . . . 78
Lieber Leser !
Dazu, daß Sie sich für den Kauf meines kleinen Büchleins entschieden haben, kann ich Ihnen nur gratulieren. Natürlich freue ich mich darüber – welcher Autor täte das nicht ? Schade nur, daß unsere Bekanntschaft einseitig ist. Denn während Sie sich anhand der Gedichtauswahl und des Rückseitentextes ein ungefähres Bild von mir machen können (falls Sie mögen), werden Sie für mich leider stets anonym bleiben.
Dabei hätte ich doch recht gern gewußt, was Sie bewogen hat, in der Buchhandlung ausgerechnet in meinem Buch zu blättern und es dann zu kaufen. Oder haben Sie es im Internet entdeckt ? Auf der Website des Verlages oder bei amazon ? Egal. Auf alle Fälle besitzen Sie es jetzt. Und sind damit all jenen ein Stück voraus, die den Lyrikern der Gegenwart eine gewisse Skepsis entgegenbringen: Jaaa, Goethe oder Schiller, die kennt man doch, aber dieser – wie hieß der doch gleich …? Wozu ich – der ich mich an dieser Stelle angesprochen fühle – bemerken muß, daß ich durchaus nicht gewillt bin, unseren Klassikern der Literatur den Rang abzulaufen. Abgesehen davon, daß ich dazu auch gar nicht in der Lage wäre. Nein, jeder tue das, was in seiner Gedankenwelt seinen Platz hat, was er kann und was ihm Freude macht. Und womit er glaubt, vielleicht auch anderen Menschen eine kleine Freude bereiten zu können.
Aus diesem meinem Anliegen heraus habe ich schon wiederholt Gedanken, die mich bewegten, niedergeschrieben. Im Laufe der Jahre ist daraus ein kleines zeitgeschichtliches Kaleidoskop entstanden, bestehend aus Gedichten zu unterschiedlichen Stoffen und Geschehnissen, die uns umgeben – heute, hier und anderswo: Liebe und Treue, Eifersucht und Ehebruch, das Dasein in Stadt und Land, das Reich der Tiere, Erlebnisse in fremden Ländern, die Freude an Kind und Kindeskindern; aber auch der stille Gang zur letzten Ruhe …
Das alles sind Themen, die nicht erst seit gestern und heute die Herzen und Hirne von Romanciers, Novellisten und natürlich auch Lyrikern bewegten. Und es wäre nicht fair von mir, dem Autodidakten, wenn ich Ihnen, lieber Leser, die Namen von einigen Autoren vorenthielte, die ich oft als meine Lehrmeister und Vorbilder empfand: Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Hans Bötticher (besser bekannt unter dem Namen Ringelnatz), Eugen Roth, Mascha Kaleko und vor allem der von mir geliebte und hochgeschätzte Erich Kästner sind es, denen ich ein wenig über die Schulter schaute, ehe ich zur Feder griff, die heute selbstverständlich Tastatur heißt und über WLAN mit einem Laptop verbunden ist. Womit ich wieder in der Gegenwart – sprich: in der modernen Welt – angekommen bin.
Die ist aber nicht nur von technischen Errungenschaften geprägt, sondern glücklicherweise auch durch Begegnungen mit interessanten Menschen, aus denen sich oftmals dauerhafte, fruchtbare Beziehungen entwickeln.
Was ich aus eigener Erfahrung belegen kann.
Denn es begab sich eines Tages, daß einige meiner Gedichte einem Mann zu Gesicht kamen, der nicht nur ein näherer Landsmann von mir aus der Leipziger Tieflandsbucht war, sondern inzwischen auch einen kleinen Verlag betreibt.
Seinem unablässigen Zureden und Drängen und seiner selbstlosen Unterstützung ist es zu verdanken, daß Sie, lieber Leser, jetzt dieses Büchlein in der Hand halten können, mit dem ich Ihnen meine Sicht auf einige Stationen unserer gemeinsamen Reise im Zug der Zeit vermitteln will.
Ich verbinde damit nicht die Absicht, mich als Welt-verbesserer zu offenbaren. Aber vielleicht kann meine kleine Gedichtauswahl die Menschen in der Nachbar-wohnung dazu verführen, ein bißchen zu schmunzeln, ein bißchen zu lachen und über dies und das ein bißchen länger nachzudenken.
Steigen Sie also ein und seien Sie mit mir unterwegs im Zug der Zeit.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen !
Eberhard Figlarek Chemnitz, im Oktober 2018
Einem Freund
Herr Wiesenklee gratuliert einem guten Freund
Sinnend blickt er in die Weite,
denkt an manches Jahr zurück.
Nicht ein Tag, den er bereute,
keinen Augenblick.
Aufwärts schaut er zu den fernen
Wolken, die am Himmel treiben.
Leben – das ist Suchen, Lernen …
Sehnsüchte bleiben.
Dankbarkeit erfüllt ihn heute.
Abendsonne im Gesicht,
und im Innern stille Freude –
Lebenszuversicht.
Freunde schätzen seine Nähe,
sind ihm herzlich zugewandt.
Und ich wünsche ihm: es gehe
manches Jahr noch so ins Land.
Ruhm und Geschäft
Herr Wiesenklee liest aus seinen Werken
Das Publikum scharrt hörbar mit den Füßen:
„Wann geht es denn hier endlich einmal los ?!“
Des Dichters Worte möchte man genießen,
doch der sie schrieb – mein Gott, wo bleibt er bloß ?
Dann endlich wird die Pforte aufgestoßen,
der Dichter tritt ins Rampenlicht hinaus,
geht schnellen Schritt’s zum Lesepult, dem großen.
Verhalten ist für’s erste der Applaus.
Der Dichtersmann liest nun aus seinen Werken,
die Stimme klingt ein wenig monoton.
Im Saal ist wenig Regung zu bemerken.
Im Gegenteil: die ersten gähnen schon.
Dann kommt die Pause. Ran geht’s ans Buffett !
Man sucht nach Schinken- und nach Käsehappen,
versorgt sich schnell mit einem Pott Kaffee,
bevor die anderen sich alles schnappen.
Der Gong ertönt. Das heißt: jetzt geht es weiter.
Man klopft sich ein paar Krümel vom Jackett,
dann stellt man fest: die Sache wird jetzt heiter.
Nun kehrt die Freude ein auf dem Parkett.
So geht das, bis der Leseabend endet.
Das Publikum strömt aus dem Saal hinaus,
nachdem es kräftig Beifall hat gespendet.
Dann macht der Hausmeister die Lampen aus.
Nun steht der Dichter ganz allein im Dunkeln,
ist sehr verärgert, rauft sich seine Haare,
und seine Augen sieht man wütend funkeln:
verkauft sind grade mal drei Exemplare …
...
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Die Welt des Herrn Wiesenklee
Einem Freund . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Herzliche Einsicht . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Ruhm und Geschäft . . . . . . . . . . . . . . . 16
Ein Jahr ist um . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Hurra, wir haben einen Sohn . . . . . . . . . . . 20
Schulanfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Happy birthday ! . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Ich danke dir ! . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Zum Geburtstag viel Glück … ! . . . . . . . . . 27
Scheidungskind . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Spielzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Der Unterschied . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Von Zeit zu Zeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Liebe und Abschied
An meine Frau . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Abschied bis auf weiteres . . . . . . . . . . . . . 38
Absturz bei Bewölkung . . . . . . . . . . . . . . 40
Touch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
An die ferne Geliebte . . . . . . . . . . . . . . 42
Geburtstagswunsch . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Im Winter, ziemlich allein . . . . . . . . . . . . 45
Valentinstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
Was wäre, wenn … ? . . . . . . . . . . . . . . . 47
Zerstörte Liebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Bedauern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Strandwanderung . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Mann am Grab . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Ratschlag von drüben . . . . . . . . . . . . . . 52
Tod eines Freundes . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Grabinschrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Mit Kompaß und Kalender
Abenteuer im Schwarzwald . . . . . . . . . . . 57
Eingeengte Urlaubsreise . . . . . . . . . . . . . 57
saison . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Wanderurlaub im Trentino . . . . . . . . . . . . 59
Hitzeschlacht am Mittelmeer . . . . . . . . . . 60
Urlaub der Untoten . . . . . . . . . . . . . . . 62
Treck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Flüchtling 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Flüchtling 2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Frühling im Dorf . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Das Weinen der Lämmer . . . . . . . . . . . . . 70
Klosterfrühling . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Radtour im Herbst . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Reise gen Süden . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Herbstzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Vorwinter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
In der Winternacht . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Lob der Unwissenheit . . . . . . . . . . . . . . 78
Lieber Leser !
Dazu, daß Sie sich für den Kauf meines kleinen Büchleins entschieden haben, kann ich Ihnen nur gratulieren. Natürlich freue ich mich darüber – welcher Autor täte das nicht ? Schade nur, daß unsere Bekanntschaft einseitig ist. Denn während Sie sich anhand der Gedichtauswahl und des Rückseitentextes ein ungefähres Bild von mir machen können (falls Sie mögen), werden Sie für mich leider stets anonym bleiben.
Dabei hätte ich doch recht gern gewußt, was Sie bewogen hat, in der Buchhandlung ausgerechnet in meinem Buch zu blättern und es dann zu kaufen. Oder haben Sie es im Internet entdeckt ? Auf der Website des Verlages oder bei amazon ? Egal. Auf alle Fälle besitzen Sie es jetzt. Und sind damit all jenen ein Stück voraus, die den Lyrikern der Gegenwart eine gewisse Skepsis entgegenbringen: Jaaa, Goethe oder Schiller, die kennt man doch, aber dieser – wie hieß der doch gleich …? Wozu ich – der ich mich an dieser Stelle angesprochen fühle – bemerken muß, daß ich durchaus nicht gewillt bin, unseren Klassikern der Literatur den Rang abzulaufen. Abgesehen davon, daß ich dazu auch gar nicht in der Lage wäre. Nein, jeder tue das, was in seiner Gedankenwelt seinen Platz hat, was er kann und was ihm Freude macht. Und womit er glaubt, vielleicht auch anderen Menschen eine kleine Freude bereiten zu können.
Aus diesem meinem Anliegen heraus habe ich schon wiederholt Gedanken, die mich bewegten, niedergeschrieben. Im Laufe der Jahre ist daraus ein kleines zeitgeschichtliches Kaleidoskop entstanden, bestehend aus Gedichten zu unterschiedlichen Stoffen und Geschehnissen, die uns umgeben – heute, hier und anderswo: Liebe und Treue, Eifersucht und Ehebruch, das Dasein in Stadt und Land, das Reich der Tiere, Erlebnisse in fremden Ländern, die Freude an Kind und Kindeskindern; aber auch der stille Gang zur letzten Ruhe …
Das alles sind Themen, die nicht erst seit gestern und heute die Herzen und Hirne von Romanciers, Novellisten und natürlich auch Lyrikern bewegten. Und es wäre nicht fair von mir, dem Autodidakten, wenn ich Ihnen, lieber Leser, die Namen von einigen Autoren vorenthielte, die ich oft als meine Lehrmeister und Vorbilder empfand: Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Hans Bötticher (besser bekannt unter dem Namen Ringelnatz), Eugen Roth, Mascha Kaleko und vor allem der von mir geliebte und hochgeschätzte Erich Kästner sind es, denen ich ein wenig über die Schulter schaute, ehe ich zur Feder griff, die heute selbstverständlich Tastatur heißt und über WLAN mit einem Laptop verbunden ist. Womit ich wieder in der Gegenwart – sprich: in der modernen Welt – angekommen bin.
Die ist aber nicht nur von technischen Errungenschaften geprägt, sondern glücklicherweise auch durch Begegnungen mit interessanten Menschen, aus denen sich oftmals dauerhafte, fruchtbare Beziehungen entwickeln.
Was ich aus eigener Erfahrung belegen kann.
Denn es begab sich eines Tages, daß einige meiner Gedichte einem Mann zu Gesicht kamen, der nicht nur ein näherer Landsmann von mir aus der Leipziger Tieflandsbucht war, sondern inzwischen auch einen kleinen Verlag betreibt.
Seinem unablässigen Zureden und Drängen und seiner selbstlosen Unterstützung ist es zu verdanken, daß Sie, lieber Leser, jetzt dieses Büchlein in der Hand halten können, mit dem ich Ihnen meine Sicht auf einige Stationen unserer gemeinsamen Reise im Zug der Zeit vermitteln will.
Ich verbinde damit nicht die Absicht, mich als Welt-verbesserer zu offenbaren. Aber vielleicht kann meine kleine Gedichtauswahl die Menschen in der Nachbar-wohnung dazu verführen, ein bißchen zu schmunzeln, ein bißchen zu lachen und über dies und das ein bißchen länger nachzudenken.
Steigen Sie also ein und seien Sie mit mir unterwegs im Zug der Zeit.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen !
Eberhard Figlarek Chemnitz, im Oktober 2018
Einem Freund
Herr Wiesenklee gratuliert einem guten Freund
Sinnend blickt er in die Weite,
denkt an manches Jahr zurück.
Nicht ein Tag, den er bereute,
keinen Augenblick.
Aufwärts schaut er zu den fernen
Wolken, die am Himmel treiben.
Leben – das ist Suchen, Lernen …
Sehnsüchte bleiben.
Dankbarkeit erfüllt ihn heute.
Abendsonne im Gesicht,
und im Innern stille Freude –
Lebenszuversicht.
Freunde schätzen seine Nähe,
sind ihm herzlich zugewandt.
Und ich wünsche ihm: es gehe
manches Jahr noch so ins Land.
Ruhm und Geschäft
Herr Wiesenklee liest aus seinen Werken
Das Publikum scharrt hörbar mit den Füßen:
„Wann geht es denn hier endlich einmal los ?!“
Des Dichters Worte möchte man genießen,
doch der sie schrieb – mein Gott, wo bleibt er bloß ?
Dann endlich wird die Pforte aufgestoßen,
der Dichter tritt ins Rampenlicht hinaus,
geht schnellen Schritt’s zum Lesepult, dem großen.
Verhalten ist für’s erste der Applaus.
Der Dichtersmann liest nun aus seinen Werken,
die Stimme klingt ein wenig monoton.
Im Saal ist wenig Regung zu bemerken.
Im Gegenteil: die ersten gähnen schon.
Dann kommt die Pause. Ran geht’s ans Buffett !
Man sucht nach Schinken- und nach Käsehappen,
versorgt sich schnell mit einem Pott Kaffee,
bevor die anderen sich alles schnappen.
Der Gong ertönt. Das heißt: jetzt geht es weiter.
Man klopft sich ein paar Krümel vom Jackett,
dann stellt man fest: die Sache wird jetzt heiter.
Nun kehrt die Freude ein auf dem Parkett.
So geht das, bis der Leseabend endet.
Das Publikum strömt aus dem Saal hinaus,
nachdem es kräftig Beifall hat gespendet.
Dann macht der Hausmeister die Lampen aus.
Nun steht der Dichter ganz allein im Dunkeln,
ist sehr verärgert, rauft sich seine Haare,
und seine Augen sieht man wütend funkeln:
verkauft sind grade mal drei Exemplare …
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